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iPhone-Speicher voll: Was wirklich Platz schafft

iPhone-Speicher voll? Erst nachsehen, was Platz belegt, dann Apps auslagern, Nachrichten kürzen, Fotos aufräumen und „Zuletzt gelöscht“ leeren.

DBVon Duy Bui6 Min. Lesezeit
Ein iPhone mit der Meldung, dass der Speicher fast voll ist, daneben eine Kaffeetasse auf einem Holztisch

Wenn dein iPhone-Speicher voll ist, schau zuerst unter Einstellungen › Allgemein › iPhone-Speicher nach, was den Platz belegt. Bei den meisten Leuten sind es Fotos, Videos und Nachrichten mit ihren Anhängen. Apps folgen erst danach. Diese Anleitung geht die Schritte in der Reihenfolge durch, in der sie am meisten bringen, und sagt dir auch, wann du den Platz wirklich zurückbekommst.

Das Wichtigste vorab
  • Der Balken unter „iPhone-Speicher“ zeigt dir, welche Kategorie den Platz frisst. Fang dort an.
  • Gelöschte Fotos liegen 30 Tage in „Zuletzt gelöscht“ und belegen so lange weiter Speicher.
  • „Systemdaten“ kann keine App aus dem App Store leeren, auch wenn manche Cleaner-Apps das versprechen.
  • Bei Fotos lohnt es sich, nach fast gleichen Aufnahmen und großen Videos zu suchen statt nach einzelnen Bildern.

Was belegt deinen iPhone-Speicher?

iOS rechnet dir genau vor, wohin der Platz geht. Die Liste unter dem farbigen Balken ist nach Größe sortiert, die größte App steht oben. Oft steht dort „Fotos“ ganz oben, gefolgt von WhatsApp oder „Nachrichten“.

  1. Schritt 1

    Öffne die Speicherübersicht

    EinstellungenAllgemeiniPhone-Speicher

    Das Berechnen dauert ein paar Sekunden, bis der Balken vollständig ist.

  2. Schritt 2

    Lies den Balken

    Die Farben stehen für Apps, Fotos, Medien, Nachrichten, iOS und Systemdaten. Merk dir die zwei größten Blöcke, um die geht es.

  3. Schritt 3

    Tippe auf die größten Apps

    Unter jeder App siehst du, wie viel die App selbst belegt und wie viel ihre Dokumente und Daten. Bei Chat-Apps sind es fast immer die Daten.

Welche Empfehlungen von iOS sich lohnen

Oben auf derselben Seite schlägt iOS Maßnahmen vor. Welche erscheinen, hängt davon ab, was auf deinem iPhone liegt. Die ersten beiden unten sind fast immer sinnvoll, die dritte Einstellung liegt in der App „Nachrichten“.

  • Nicht verwendete Apps auslagern: iOS entfernt Apps, die du länger nicht geöffnet hast, und behält ihre Daten. Das Symbol bleibt auf dem Home-Bildschirm, ein Tippen lädt die App wieder. Je nach Apps bringt das einige Gigabyte, ohne dass etwas verloren geht.
  • Große Anhänge prüfen: Hier listet iOS Videos und Bilder aus deinen Chats in „Nachrichten“ nach Größe. Ein Wischen nach links löscht einen Anhang.
  • Nachrichten behalten: Unter Einstellungen › Apps › Nachrichten kannst du einstellen, dass alte Nachrichten nach 30 Tagen oder einem Jahr gelöscht werden. Wer jahrelange Gruppenchats mit Fotos hat, gewinnt damit viel. Überleg dir aber vorher, ob du alte Unterhaltungen noch brauchst.

WhatsApp hat seine eigene Speicherverwaltung unter Einstellungen › Speicher und Daten. Dort siehst du die größten Chats und Dateien. Wenn WhatsApp empfangene Bilder automatisch in deine Fotos-App sichert, liegen viele davon doppelt auf dem iPhone, einmal im Chat und einmal in der Mediathek.

Fotos und Videos sind meist der größte Block

Steht „Fotos“ oben in der Liste, fang hier an. Wenn du iCloud-Fotos nutzt, hilft zuerst die Einstellung iPhone-Speicher optimieren unter Einstellungen › Apps › Fotos. Das iPhone behält dann nur kleinere Versionen und lädt Originale bei Bedarf aus iCloud. Das reicht aber nur, solange in iCloud noch Platz ist.

Danach kommt das eigentliche Aufräumen. Einzelne Fotos zu löschen bringt wenig. Viel bringen Serien fast gleicher Aufnahmen, alte Bildschirmfotos und vor allem Videos: Eine Minute 4K-Video wiegt so viel wie Hunderte Fotos. Ein Beispiel, wie sich das auf einem 64-GB-iPhone verteilen kann:

Beispiel
Vorher62 / 64 GB
Nachher47 / 64 GB
  • Fotos und Videos31 → 22 GB
  • Apps12 → 9 GB
  • Nachrichten6 → 3 GB
  • iOS und Systemdaten13 → 13 GB
Beispiel: ein 64-GB-iPhone vor und nach dem Aufräumen der Mediathek (zur Veranschaulichung, keine Messung)

„Zuletzt gelöscht“ hält den Platz noch 30 Tage fest

Das ist der Schritt, den die meisten übersehen. Alles, was du in der Fotos-App löschst, landet für 30 Tage in „Zuletzt gelöscht“. In dieser Zeit belegt es weiter Speicher, auf dem iPhone und in iCloud. Wer am Abend 2 GB Fotos löscht und sich am nächsten Morgen wundert, dass die Meldung noch da ist, hat hier die Antwort.

  1. Schritt 1

    Öffne das Album

    FotosDienstprogrammeZuletzt gelöscht

    Scrolle in der Fotos-App nach unten bis „Dienstprogramme“. Das Album ist mit Face ID oder deinem Code geschützt.

  2. Schritt 2

    Sieh kurz durch, was drin ist

    Was du doch behalten willst, wählst du aus und tippst auf „Wiederherstellen“.

  3. Schritt 3

    Leere das Album

    Tippe auf „Auswählen“ und dann auf „Alle löschen“. Jetzt ist der Platz wirklich frei, und es gibt keinen Weg zurück.

Mit iCloud-Fotos gilt das überall

Ist iCloud-Fotos aktiv, löschst du auf allen Geräten mit derselben Mediathek. Leer „Zuletzt gelöscht“ erst, wenn du sicher bist, dass nichts Wichtiges dabei ist.

Systemdaten kann keine App leeren

„Systemdaten“ sind Caches, Protokolle und Dateien, die iOS selbst verwaltet. Der Block wächst und schrumpft von allein, oft nach einem Neustart oder einem iOS-Update. Eine App aus dem App Store hat darauf keinen Zugriff. Wenn eine Cleaner-App verspricht, Systemdaten zu leeren oder das iPhone schneller zu machen, verspricht sie etwas, das sie technisch nicht kann.

Wo Sappari schneller ist als die Fotos-App

Ich entwickle Sappari, deshalb sage ich offen, wofür es da ist und wofür nicht. Apps auslagern, Nachrichten kürzen und „Zuletzt gelöscht“ leeren kann iOS selbst, gratis und gut. Sappari hilft bei der Mediathek, wo die Fotos-App dir nur einzelne Bilder zeigt.

Was iOS selbst kann und wo Sappari dazukommt
AufgabeiOS und Fotos-AppSappari
Exakte DuplikateAlbum „Duplikate“, zusammenführenFindet auch Kopien, die das Album übersieht
Fast gleiche Aufnahmen einer SerieNur von Hand, Foto für FotoGruppiert sie, Fotos mit Herz bleiben
Alte BildschirmfotosAlbum „Bildschirmfotos“, ohne SortierungNach Inhalt sortiert: Einmalcodes, Überweisungen, alte Tickets
Große VideosNur löschenAls HEVC in 1080p oder 720p komprimieren
Apps auslagern, Nachrichten kürzenJa, unter iPhone-SpeicherNein
Systemdaten, CachesVerwaltet iOS selbstNein, das kann keine App

Ein Beispiel aus meiner eigenen Mediathek: Auf meinem iPhone 17e mit 2.900 Objekten hat der erste Scan 26 Sekunden gedauert. Sappari fand 10 Shootings, die bereit zum Aufräumen waren, mit 20 fast gleichen Aufnahmen und zusammen 128 MB. Für eine kleine Mediathek ist das wenig. In einer Mediathek mit Zehntausenden Fotos sieht die Zahl anders aus, und Sappari zeigt sie dir, bevor du irgendetwas löschst.

Fast gleiche Aufnahmen finden, Favoriten behalten

Sappari scannt deine Mediathek auf dem iPhone, schlägt nur vor und löscht erst nach deiner Bestätigung. Gratis: voller Scan, jede Zahl und 50 Löschungen pro Tag.

Bald im App Store

Fragen

DB

Duy Bui · Entwickler von Sappari

Duy Bui entwickelt Sappari allein, in Vietnam. Er schreibt diese Anleitungen aus dem, was er beim Bau eines Foto-Aufräumers gelernt hat, der nie ohne Rückfrage löscht. Die Sappari-Zahlen darin stammen aus seiner eigenen iPhone-Mediathek.